Geschichte

Die Geschichte des RV

Der RV Wörrstadt wurde 1899 gegründet. In den Anfängen war die Hauptaktivität größere Radtouren- und Korsofahrten.
1914 – in der Zeit vom erstern Weltkrieg kam die Vereinstätigkeit zum erliegen. Nach 1918 versuchte man einen Neuanfang - erster Höhepunkt war 1924 das 25-jährige Stiftungsfest. Danach gab es verstärkte Aktivitäten in den Bereichen Radball und Kunstradfahren.
Nach Machtübernahme der Nationalsozialisten 1934 zwangsweise in die „Turn- und Sportgemeinde Wörrstadt“ eingegliedert.1939 - der Ausbruch des 2. Weltkriegs – wurde der Sportbetrieb völlig eingestellt.

Der Neuanfang wurde durch den Abteilungsleiter der "Radsport TuS" Georg Leitzig und Heinrich Trautwein ab 1949 mit einer 6er Reigenmannschaft, danach Steuerrohrfahren und Einradfahren eingeleitet.
In den folgenden Jahren arbeitete sich der Verein an die Spitze der Rheinhessischen Vereine. 1954 stieg Erwin Binder in der Spitzengruppe des deutschen Kunstradfahrens auf.1956 nahmen bereits drei Starter bei der Deutschen Meisterschaft (1er Erwin Binder, 2er Otto Plewa/Horst Leitzig und eine 6er Mannschaft) teil.
Der große Zuspruch in der Radsportabteilung, die nicht gerade ideale finanzielle Ausstattung und die mangelnden Trainingsmöglichkeiten in der TuS-Halle führten dazu, dass sich eine Interessengemeinschaft der Radsportler unter Führung von Heinrich Trautwein und Erwin Binder bildete. Diese wollte die Tradition des Radfahrervereins von 1899 wieder fortsetzen.
Die Wiedergründung des Radfahrervereins erfolgte dann am 20. Januar 1957in der Gaststätte "Zum Ochsen".

Große Erfolge führten zu einem so starken Auftrieb innerhalb des Vereins, dass dringend Bedarf an geeigneten Trainingsmöglichkeiten bestand.
In Eigenregie wurde in den Jahren 1960-1963 auf einem Erbbaugrundstück der Gemeinde die Radsporthalle errichtet. Treibende Kraft hierbei war wiederum Heinrich Trautwein, der vom ersten Spatenstich bis zur Einweihung die Fäden in der Hand hielt.
Nächster Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war die Feier zum 75jährigen Bestehen im Jahre 1974. Mit großer Anteilnahme der Wörrstädter Bevölkerung wurden verschiedene Veranstaltungen durchgeführt
Nachdem Anfang der 70er Jahre das Radfahren als Breitensport wieder in Mode kam, veranstaltetet der RV auf Initiative des damaligen 1. Vorsitzenden Klaus Vollmer 1976 das erste Volksradfahren. Dadurch erlangte der Breitensport auch innerhalb des Vereins größere Bedeutung. Zeitgleich erfolgten erste Radtourenfahrten und kleinere private Rennen einer Freizeitsportgruppe die sich selbst „Nippelclub“ nannte. Die immer professioneller und größer werdende Gruppe verlangte schließlich nach einer festen Vereinsstruktur, so dass man sich im Jahr 1982 dem Radfahrerverein anschloss und dort eine eigene Breitensportabteilung gründete.
Im gleichen Jahr wurde auch das Volksradfahren durch das erste Radtourenfahren mit Strecken über 55 und 105km ergänzt. Der RV Wörrstadt war auch hier Vorreiter für alle anderen Rheinhessischen Radsportvereine.
Im Winter 1982 wurde die Radsporthalle wegen Einsturzgefahr des Daches gesperrt. Da der Verein die erforderliche Summe für die Reparatur allein nicht aufbringen konnte standen langwierige Verahndlungen des ersten Vorsitzenden Erwin Binder und der Verbandsgemeinde an. Im Januar 1984 konnte dann die Halle wieder für Verein und Schulsport freigegeben werden. Auch hier wurden von den Vereinsmitgliedern knapp 1.300 Stunden geleistet.
1989 wurden in einer Feierstunde zum 90jährigen bestehen erstmals 69 Mitglieder für mehr als 25jährige Mitgliedschaft geehrt
Im gleichen Jahr wurde erstmals ein Vereinstriathlon der Breitensportler durchgeführt. Was aus einer Laune von damals 10 Sportlern sich in den letzten Jahren entwickelt hat zeigt sich alljährlich im August, wenn mehr als 150 Sportler auf 3 verschiedenen Strecken im Schwimmbad starten. Auch diese Veranstaltung ist zu einer festen Institution innerhalb des Vereinslebens geworden.
Im Jahr 1990 wurde der Verein den Forderungen des Sportbundes nach mehr Mitsprache der Jugendlichen gerecht. Es wurde eine eigene Jugendordnung geschaffen, die jungen Vereinsmitglieder wählen jährlich Jugendleiter und Jugendsprecher die sie im Vorstand vertreten.
1999 wurde das 100jährige Jubiläum mit einer großen Sportschau im Mai und im August mit einem Sommernachtsfest groß gefeiert.
Letzter Höhepunkt der Vereinschronik war die Ausrichtung des Finales der German-Masters-Serie der Kunstradfahrer im Oktober 2005. Bei dieser Veranstaltung zeigten die besten Kunstradsportler Deutschlands in der ausverkauften Halle der IGS bei der WM-Qualifikation Ihr können.